„Very british“ und inzwischen auch hierzulande schöner Brauch ist es, dass die Braut „etwas Geliehenes, etwas Altes, etwas Neues und etwas Blaues“ an Ihrer Hochzeit trägt. Leihgaben von Freunden symbolisieren die verlässliche Unterstützung auch während der späteren Ehe. Altes soll die Verbindung der Brautleute zur ursprünglichen Familie aufrecht halten. Das Neue ist die Symbolik des Glücks, der Hoffnungen und des gemeinsamen Neubeginns. Schließlich zeigt die Braut mit etwas Blauem die Wunschtugenden Bescheidenheit, Treue, Reinheit und beständige Liebe zu ihrem Ehemann.

Schweren Herzens akzeptieren Schuhverkäufer die Bezahlung der Brautschuhe in Centstücken. Denn traditionell sparte ein Mädchen – vor allem aus armen Verhältnissen – ab seiner Kindheit pfennigweise für den großen Augenblick. Da es Unglück bringt, wenn der Bräutigam die Schuhe kauft, konnte oft erst geheiratet werden, wenn der letzte Pfennig / Cent zusammengespart war.

Eine wohltuende Erweiterung dieses Hochzeitsbrauches ist ein Centstück, welches die Braut in einen ihrer Brautschuhe legt. Symbolisch soll auf diese Weise der Geldsegen ein Eheleben lang halten. Um Mitternacht versuchen Gäste, der Braut einen Schuh zu stehlen und diesen zu versteigern. Die Gebote werden sofort in bar bezahlt, und zwar bei jeder Preismeldung. Traditionell endet die Auktion, sobald Brautvater, Trauzeuge oder Bräutigam das höchste Gebot halten. Der Versteigerungserlös erhöht die Aussteuer für das neue „Liebesnest“.

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