Der Brauch, Reiskörner über das frisch vermählte Ehepaar zu werfen, stammt aus Asien. Die Gäste wünschen dem Paar damit Fruchtbarkeit und viele Kinder. Der Legende nach soll die Zahl verbliebener Reiskörner im Schleier der Braut eine Prophezeiung auf die zu erwartende Kinderschar geben. Mit dem symbolischen Fruchtbarkeitsritual sind in modernen Zeiten auch Gedanken an Verschwendung verbunden.

In vielen Kirchen mahnen die Priester, statt des Reises, der anderswo in der Welt fehlt, auf andere Bräuche zurückzugreifen. Eine Voranfrage sollte die Hochzeitsgesellschaft wagen – möglicherweise mit dem Angebot, den Weg anschließend wieder zu reinigen. Dies ist zugleich eine effektive Maßnahme, um nicht Tauben und Ratten anzulocken.

Wer beim Auszug aus der Kirche oder vom Standesamt nicht auf die Tradition der guten Wünsche verzichten möchte, kann stattdessen Konfetti über die frisch Vermählten werfen oder ihren Weg hinaus mit Seifenblasen begleiten. Diese entsprechen ebenfalls Hoffnungen, Träumen und Wünschen. Vor allem kleine Hochzeitsgäste üben diesen Hochzeitsbrauch begeistert aus.

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