Wurzeln schlagen, wachsen, gedeihen – wer einmal einen Baum gepflanzt hat, dürfte sich von Herzen gewünscht haben, dass dies dem Setzling gelingen wird. Und gleichzeitig um den jungen Baum gebangt haben. Was kann diesem nicht alles zustoßen?

Ein heftiger Sturm und das Bäumchen droht zu entwurzeln. Eine regenarme Hitzeperiode und die junge Pflanze läuft Gefahr zu verdursten. Ihre Wurzeln reichen noch nicht tief genug ins Erdreich, um aus den feuchteren Bodenschichten ausreichend Flüssigkeit zu ziehen.

Nun braucht man wahrlich kein Philosoph zu sein, um die Parallelen zu erkennen: Zur Ehe, zur Liebe. Wer sich um seine Liebe kümmert, sie hegt und sich bemüht, kann auch hier, ganz wie beim jungen Bäumchen, frohen Mutes darauf vertrauen, dass die Wurzeln tiefer wachsen und die Äste sich in den Himmel strecken werden.

Die Liebe und der Baum sind Stürmen und Dürreperioden ausgesetzt. Es gibt für sie keine Überlebensgarantie. Aber wir können sie gießen. Und eine im Sturm stabilisierende Stütze sein.